Konzept zur Belohnung von sportlichen Leistungen

Dass sportliche Leistungen belohnt werden müssen liegt auf der Hand, jedoch muss die Form sich wandeln. Von dem bisherigen rein verbalen Lob muss es hingehen zu einer Kombination aus verbalem Lob und objektgebundener Anerkennung. Daher soll im Folgenden erläutert werden wie dieses Lob von statten gehen soll.
Ein Lob besteht nicht nur aus ein paar gut gemeinten Worten, sondern es soll Anerkennung und Wertschätzung enthalten.

Dieses Konzept gliedert sich in zwei Bereiche auf, einmal den Bereich der Elemente, die außerhalb des Trainings durchgeführt werden und in den Bereich der perfekt im Training geturnten Elemente.

1. Hausaufgaben
2. Leistungsabzeichen
2.1 Kriterien für die Abnahme von Leistungsabzeichen
3. Punktekonto
4. Turnstufen

1. Hausaufgaben

Um den Abstand zwischen zwei Trainingstagen sinnvoll zu überbrücken, sind Hausaufgaben sinnvoll. Im Kontext des unsteten Erscheinens der Turner machen diese doppelt Sinn. Dabei sollen den Turnern kurze Übungen an die Hand gegeben werden, die zuvor im Training mehrfach geübt wurden und somit daheim mit nur geringer Fehlerwahrscheinlichkeit durchgeführt werden. Dabei soll das eigene Üben in einer Liste dokumentiert werden. Der Verlauf soll vom Trainer kontrolliert und ebenfalls eingetragen werden. Dafür existieren zwei Listen. Eine davon wird ausschließlich von den Trainern geführt, die andere bekommt der Turner mit nach Hause und soll an jedem Tag, an dem er seine Hausaufgabe ausgeführt hat sich einen Smiley in sein Hausaufgabenprotokoll malen. Dabei soll der Trainer in regelmäßigen Abständen das als Hausaufgabe zu übende Element kontrollieren und im Hausaufgabenprotokoll gegenzeichnen.
Die zu trainierenden Elemente sind: (nicht abgeschlossene Liste)

  • Spagat
  • Schiffchenposition
  • Ausschultern
  • Grätschsitz

Die Hausaufgabenprotokolle lassen Raum für individuelle Anweisungen der Trainer, die den Bogen entsprechend ihren Vorgaben ausgefüllt den Turner mitgeben.
Ein Smiley entspricht einem TEP. TEP steht für Turnerfahrungspunkte. Diese sind sammelbar.

2. Leistungsabzeichen

In vielen anderen Sportarten wird Leistung durch verschieden farbige Gürtel sichtbar oder es wird ein Abzeichen auf die Badehose genäht. Ähnliches soll nun auch mithilfe von Leistungsabzeichen beim Turnen erfolgen. Dabei muss in anderen Sportarten eine Art Prüfung abgelegt werden um die Anerkennung oder das Abzeichen zu bekommen. Gleiches soll auch im Turnen der Fall sein. Ein neues Element muss mindestens zwei Trainern gezeigt werden, die das Element bewerten. Ist es fehlerfrei, erhält der Turner eine Urkunde, auf der ihm die Fehlerfreie Ausführung des gezeigten Elements bestätigt wird. Natürlich wird neben einem Foto für die Zeitung/Internet auch unter Umständen ein Video angefertigt um der Nachwelt zu beweisen, dass das Element tatsächlich geturnt wurde.
Das Element muss so geturnt werden, dass Kampfrichter keine Abzüge aufschreiben können. Besonderheiten, wie zum Beispiel beim Handstand müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Wichtig ist, dass diese Leistungsabzeichen nur bei perfekter oder fast perfekter Ausführung vergeben werden um eine Inflation der Wertigkeit zu vermeiden. Grundsätzlich ist ein Abzeichen für jedes neu erlernte und perfekt ausgeführte Element denkbar. Es sollte jedoch nicht mit einer Rolle vorwärts, auch wenn diese, technisch sauber ausgeführt, nicht zu verachten ist, begonnen werden, sondern um den Anreiz zu erhöhen mit Handstand, Schwebekippe, Rad, Winkelstütz, usw. begonnen werden. Alles Elemente, auf die hin trainiert werden muss und die nicht von Anfang an beherrscht werden. Als mögliches Element dürfen neben den offiziellen Elementen aus dem Code de pointage auch die im Training gezeigten Kraftelemente geturnt werden.

2.1. Kriterien für die Bewertung

  • Fehlerfreie Ausführung wie sie in einem Wettkampf gefordert ist
  • Halteelemente müssen mindestens 5sec bronze 10sec silber 15sec gold gehalten werden
  • Die Amplituden sollen maximal sein
  • Zwei Versuche pro Element pro Trainingseinheit
  • Kraftelemente mit einer Mindestanzahl des 1-fachen bronze 1,5-fachen silber 2-fachen gold Alters. Ab 25 errechnet sich die Anzahl folgendermaßen: 25-(Alter-25) bronze, 37-(Alter-25) silber und 50-(Alter-25)

Zur Abnahme eines Leistungsabzeichens benötigt der Turner mindestens zwei Trainer, die das gezeigte Element prüfen, ob es den Vorgaben und den oben aufgeführten Kriterien entspricht. Die Urkunde wird nachgereicht, wenn beim nächsten Training das Element erneut geturnt und fotografisch oder filmisch festgehalten wird. Schwerpunkttage, an denen gezielt Elemente bewertet werden sind ebenfalls denkbar. Empfehlenswert sind diese monatlich, vorzugsweise Sonntags, durchzuführen.
Ebenso wie eine gemachte Hausaufgabe sollen die Leistungsabzeichen auf das persönliche Punktekonto angerechnet werden.

3. Punktekonto, ansammeln und eintauschen

Wie bereits bei den Hausaufgaben und dem Leistungsabzeichen erwähnt, wird erbrachte Leistung in Form von TEP dokumentiert. Das Belohnungssystem sieht vor, dass eine gewissen Anzahl an TEP in Prämien umgetauscht werden kann. Um die Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten soll die aktuelle Anzahl der TEP dokumentiert werden um so einem möglichen Schummeln der Turner vorzubeugen. Der Turner sammelt automatisch mit allen Leistungen die er erbringt TEP. Ein Tag Hausaufgabe wird jeweils mit einem TEP belohnt, ein Leistungsabzeichen mit 20 TEP.
Eintauschen der TEP
TEP können prinzipiell jederzeit eingetauscht werden. Dabei muss die eingetauschte Prämie zum einen vorhanden, zum anderen auch umsetzbar sein.

  • 20 TEP: Aussuchen eines Wunschgerätes in dieser Turnstunde
  • 50 TEP: Aussuchen des Trainers für diese Turnstunde
  • 100 TEP: Überraschung

Aktive TEP werden nach einem Eintauschen vom Gesamtguthaben abgezogen. Die gesamte Anzahl bleibt jedoch für eine Rangliste bestehen. Der Turner kann immer nur seine aktiven TEP eintauschen. Die Anzahl an TEP kann grundsätzlich auf unserer Homepage als Unterpunkt der Hall of Fame eingesehen werden.

4. Turnstufen

Auf diese Idee kamen die Turner als es darum ging den TEP einen Namen zu geben. Die Idee wurde geäußert, dass mensch eine Stufe aufsteigt, wenn genügend TEP angesammelt wurde. Dies soll analog zu Rollenspielen geschehen:

Als Stufe oder oft auch englisch Level bezeichnet man in vielen Rollenspielen einen Zahlenwert, der zusammenfassend die Stärke und den Fortschritt der Entwicklung eines Spielercharakters angibt.
Quelle: Wikipedia

Die Turnstufe basiert auf der Anzahl an gesamten TEP. Die Stufen sind nur als interne Eingruppierung der älteren Turner gedacht und nicht sinnvoll als Maßnahme der Öffentlichkeitsarbeit. Dies dient dem Spaß, der Motivation und der Bindung der Turnen an die Abteilung. Über die Verleihung von Urkunden oder dem Sammeln von Abzeichen oder Stempeln kann nachgedacht werden. Die Stufen sind folgende:

  • 50-99 TEP: Purzelbaumschläger
  • 100-199 TEP: Bockspringer
  • 200-299 TEP: Aufschwungturner
  • 300-399 TEP: Handstandsteher
  • 400-499 TEP: Pendelschwinger
  • 500-599 TEP: Zugstemmenmonster
  • 600-699 TEP: Flick-Flack-Könner
  • 700-799 TEP: Saltokönig
  • 800-899 TEP: Kreisflankenheld
  • 900-999 TEP: Schraubenmeister
  • 1000-1199 TEP: Magnesia-Junkie
  • 1200-1499 TEP: Riemchen-Fetischist
  • 1500-2000 TEP: Riesenfelgendreher
  • 2000-2499 TEP: Flugteilbeherrscher
  • 2500 und mehr TEP: Vereinsmeister
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