Mutproben

Mutproben gehören, zumindest bei den männlichen Vertretern unserer Spezies, zum Aufwachsen irgendwie mit dazu. Siehe für eine Zusammenfassung hier. Ähnliche Listen lassen sich über Google oder andere Suchmaschinen in scheinbar unendlicher Weise finden. Ein Video, welches mich auf die Idee zu diesem Beitrag brachte ist folgendes:

Den Titel finde ich dabei sehr aussagekräftig, bedeutet Salvation soviel wie Erlösung, Heilung, Rettung, Seelenheil. Ob sich der Titel auch auf den Inhalt, oder sich doch nur (und das ist wohl der Hauptgrund) auf den Musiktitel bezieht bleibt offen.

Eine Mutprobe sehe ich als eine Möglichkeit an sein Seelenheil zu finden. Bei einer Mutprobe geht es immer darum Grenzen auszutesten, diese zu überschreiten und sich selbst in der Welt, sei es nun auch nur im Kreise der „Kumpels“, einen festen Platz zu sichern. Das Wissen um die eigene Position in der Welt ist wichtig für ein gesundes Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und ein wertschätzendes Auftreten anderen gegenüber.
Dass Grenzen nicht ohne Grund in der Welt sind, wird im folgenden Bericht sehr deutlich anhand von Polizeiberichten mit Todesfolgen, bei denen Jugendliche verschiedenste Arten der Mutproben ausprobierten. Doch geht es mir bei diesem Beitrag nicht so sehr um den erhobenen Zeigefinger, sondern mehr um die Auseinandersetzung mit diesem stets akuten Thema. Ab Seite 36 in diesem Bericht werden die Umfrageergebnisse ausgewertet wer warum und wozu Mutproben durchgeführt werden. Gleiche Untersuchung mit etwas theoretischeren Analysen dazu gibt es hier.

Um es kurz zu machen: Diejenigen die sich in Mutproben beweisen wollen sind vorwiegend männlich und zwischen 10 und 15. Dabei sind die Gründe unterschiedlich, bedeutend sind hier denke ich das Austesten der eigenen körperlichen Grenzen.

Worauf ich hinaus will kann sich mein treuer Leser sicherlich schon denken. Beim Turnen stelle ich meine Sportler jedes Training vor kleine Mutproben bei denen sie ihre eigene Kraft, ihre Reaktion und natürlich sich selbst als Person unter Beweis stellen können. Das Ganze findet statt in einer mehr oder weniger sicheren Umgebung und unter Aufsicht. Solch eine Mutprobe beim Turnen liegt hauptsächlich im Durchführen eines neuen Elements. Besonders eignen sich dazu akrobatische Elemente, da diese neben einem gewissen Schwierigkeitsgrad auch einen angenehmen Coolness-Faktor besitzen wenn man vor seinen Kumpels einen Rückwärtssalto, Flick-Flack oder Ähnliches zeigen kann.

Somit eignet sich das Turnen nicht nur für die Erhaltung der körperlichen Fitness, sondern auch um seinem Ego etwas gutes zu tun um zu wissen wer ich bin und wo ich stehe.

Deshalb: Kommt zum Turnen!!! :-)

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